Business Intelligence für Versicherungs- und Finanzdienstleister

Zeitkritische Auswertungen und individuelle Kundenbetreuung dank In-Memory-Data-Warehouse-Lösung am Beispiel der Allianz Global Assistance Schweiz

Handys, Kleidung, technische Geräte – alles Dinge, die Verbraucher mittlerweile ganz selbstverständlich über das Internet beziehen. Doch durch den verstärkten Dialog von Mitgliedern in sozialen Netzwerken sowie eine unüberschaubare Zahl an Vergleichsportalen und Nutzerforen sind auch Versicherungen immer stärker Thema im Netz. Neben der Schnelllebigkeit des Internets steht die Schnelllebigkeit von Kundenbeziehungen, auch in dieser Branche. Während Verbraucher früher ihren Versicherungsanbietern treu blieben, ist heute die Bereitschaft zu regelmäßigen Wechseln gewachsen. Dies stellt die Branche vor große Herausforderungen, um flexibel auf Kunden reagieren zu können und gleichzeitig wichtigen Werte wie Vertrauenswürdigkeit, Loyalität, Verlässlichkeit und Präzision als Versicherer gerecht zu werden. Neben der Diversifizierung der Informationsplattformen für potentielle Privat- und Geschäftskunden steigen die Anforderungen für die Anbieter auch hinsichtlich steter neuer Regularien und Versicherungsfelder. Hinzu kommt ein verstärkter Wettbewerb durch mehr Vergleichsoptionen dank des Internets und die abnehmende Relevanz geographischer Faktoren. Auch die demographische Entwicklung stellt Versicherungsunternehmen vor neue Fragestellungen.

Um in diesem stark umkämpften Feld wettbewerbsfähig bleiben zu können, sind eine individuelle, auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Ansprache und passgenaue Angebote entscheidende Erfolgsfaktoren. Anbieter wie die Allianz Global Assistance S.A. gehen daher neue Wege. Hierfür investierte der Schweizer Versicherungsdienstleister in die Sicherheit und Leistungsfähigkeit seiner IT-Infrastruktur. Besondere Bedeutung kam dabei Business Intelligence (BI)-Anwendungen und Datenanalysen zu.

Diversifizierung des Angebots- und Serviceportfolios erfordert Neustrukturierung der IT

Das Kerngeschäft der Allianz Global Assistance (AGA) Schweiz sind Reiseschutzprodukte, Spezialversicherungen und Assistance-Dienstleistungen für Kunden und Geschäftspartner. Diese werden vom Vertragsabschluss bis hin zur konkreten und Soforthilfe im Schadensfall umfassend betreut. 1950 als ELIVIA Reiseversicherungsgesellschaft gegründet, durchlief die Mondial Assistance Group zahlreiche Entwicklungsphasen. Anfang 2012 benannte sie sich in Anlehnung an den Mutterkonzern Allianz SE in Allianz Global Assistance um. Wie viele Versicherer unternahm die AGA in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Diversifizierung ihres Angebots. In Verbindung mit dem daraus resultierenden ansteigenden Volumen an Vertragsdaten und dem Anspruch der Kunden rund um die Uhr einen verlässlichen Service bieten zu können, wurden die Herausforderungen an das Rechenzentrum der AGA-Zweigniederlassung Wallisellen immer größer. So zeichnete sich bereits früh während des Umstrukturierungsprozesses ab, dass essentielle Bereiche der bestehenden IT-Infrastruktur den neuen Anforderungen nicht gewachsen sein würden. Dies traf insbesondere auf die Auswertungs- und Analysetools im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit der Anwendungen zu. Die immer komplexeren BI-Aufgaben ließen die bisherige MS SQL Server 2008-Lösung an ihre Grenzen stoßen.

Mit jeder neuen Aufgabe stieg der Administrationsauswand des IT-Systems der Allianz Global Assistance weiter an. Insgesamt wurde die Struktur des Data-Warehouses kontinuierlich komplexer und damit nicht skalierbar. Damit waren zudem auch steigende Unterhaltskosten verbunden. Damit trotz der veränderten Anforderungen die internen Prozesse weiterhin reibungslos ablaufen konnten, benötigte der Versicherer eine Lösung, welche zum einen die höchste Sicherheit der Daten gewährleistet und zum anderen eine kontinuierliche und rasche Analyse der gespeicherten Informationen ermöglicht. Zudem sollte die neue Lösung zukunftssicher sein, also auch künftig alle anfallenden Datenmengen ohne Verzögerungen präzise analysieren können.

In-Memory-Cluster-Technologie für mehr Geschwindigkeit, Präzision und Leistung

Für die Suche nach einer neuen Datenbanklösung führten die IT-Verantwortlichen der Allianz Global Assistance einen umfangreichen Evaluierungsprozess durch. Insgesamt prüften die Entscheider sieben verschiedene Anbieter und ihre Lösungen. Die Bewertungsphase ging über mehrere Stufen. Die letzte – der „Proof of Concept“ erfolgte mit nur noch einem verbliebenen Kandidaten. Entscheidend für den Versicherer waren dabei ein niedriger Wartungsaufwand und eine hohe Geschwindigkeit.

Die Umstellung vom alten auf das neue System erfolgte schrittweise und konnte innerhalb von nur acht Wochen erfolgreich umgesetzt werden. Der Vorteil der neuen Datenbank liegt dabei in der Tatsache, dass die Lösung unkompliziert in bestehende IT-Landschaften integriert werden kann und sich als selbstlernendes System an die Nutzungsgewohnheiten der Anwender anpasst. Dank einer analytischen Datenbank, die die In-Memory-Cluster-Technologie in Kombination mit effizienten Kompressions-Algorithmen nutzt, kann der Versicherer das große und stetig weiter steigende Datenvolumen nun in Echtzeit verarbeiten und analysieren. Darüber hinaus kann die Allianz Global Assistance nun ihre Daten- und Informationsarchitektur präzise verwalteten und in Echtzeit steuern, da die Datenbewirtschaftungsprozesse und die Trennung zwischen operativ und analytisch genutzten Daten klar definiert sind. Dies ermöglicht ein optimales Analysespektrum bei niedrigen Betriebskosten.

Haupteinsatzgebiet der analytischen Datenbanklösung sind zum einen die Sales Reportings und zum anderen Auswertungen von allgemeinen Versicherungsdaten wie Kunden- und Vertragsdaten. Auch unstrukturierte Daten und Geo-Informationen lassen sich problemlos mit in die Analysen einbeziehen. Mit dieser Lösung kann der Versicherungsanbieter noch flexibler und schneller reagieren und zudem sein Risikomanagement optimieren, denn dank der Datenbank-Management-Lösung konnte der Administrationsaufwand deutlich reduziert werden. Aus dem neuen integrierten Pool für Reporting- und Auswertungszwecke können die Mitarbeiter nun in Echtzeit immer genau die Informationen in der besten Granularitität und Qualität abrufen, die sie für ihre Reports und Dashboards benötigen. Dadurch können die Kundenbetreuer nun – entsprechend der Bedürfnisse und des allgemeinen Trends in der Branche – Angebote individuell und passgenau für einen Einzelfall entwickeln.

Fazit

Die Data-Warehouse-Management-Lösung von Exasol ist nun bereits seit Sommer 2012 erfolgreich bei der AGA Schweiz in Walisellen im Einsatz und hat sich für den Versicherer in der Praxis gut bewährt. Von Beginn wurde die Datenbank von den Mitarbeitern des Unternehmens positiv angenommen. Dies lag nicht zuletzt an den schnell spürbaren Effekten. Durch die Skalierbarkeit und die Flexibilität des Systems ist die Allianz Global Assistance mit ihrer In-Memory-Datenbank von Exasol nun auch auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur zukunftssicher aufgestellt.

Kontakt: Simon Zentgraf, PR- und Social-Media-Referent, EXASOL AG, presse@exasol.com

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